Ein wichtige Voraussetzung für die Einschulung besteht darin, dass das Kind “schulreif” bzw. “schulfähig” ist. Unter Schulreife oder Schulfähigkeit versteht man mehr als nur ein biologisches Entwicklungsstadium. Vielmehr geht es darum, ob das Kind geistig, körperlich und emotional fähig ist, an der Grundschule teilzunehmen.
Die Schulreife wird im Normalfall bei einem routinemäßigen Einschulungstest bzw. Schulfähigkeitstest überprüft, zu dem einige Monate vor dem Schulanfang eingeladen wird. Bei diesem Test soll das Kind beispielweise seinen Namen schreiben, einfache Gegenstände zeichnen und sprachliche Mindestfertigkeiten unter Beweis stellen. Gerade auf die sprachliche Kompetenz, die als Basis für ein erfolgreiches Lernen angesehen wird, wird immer mehr Wert gelegt.
Auch für die so genannten Kann-Kinder ist die Schulreife entscheidend: Nur ein Kind, das den Anforderungen der Schule in den wichtigen Aspekten gewachsen erscheint, darf vorzeitig eingeschult werden. Zum Beispiel sollte sich das Kind ausreichend lange auf eine Aufgabe konzentrieren können, aber auch den sozialen Herausforderungen mit den Mitschülern gewachsen sein.